Fahrt nach Mezötúr vom 22. bis 26. August 2020, Ungarn: Bau eines Daches für den von uns gesponserten Futtercontainer in unserem Tierheim Koborka

In unserer letztjährigen Mitgliederversammlung hatten wir beschlossen, für den Futtercontainer (ein ehemaliger Schiffscontainer) ein Dach zu spenden, da das gelagerte Futter unter der Hitze deutlich leidet und auch für die Mitarbeiter des Tierheims, die sich immer wieder in dem Container aufhalten müssen, angenehmere Temperaturen ermöglicht werden sollten. Außerdem konnte somit die Undichtigkeit des Daches beseitigt werden. Ursprünglich war vorgesehen, dass ein örtlicher Dachdecker vor Ort beauftragt wird. Nach Erhalt des Angebots haben wir uns jedoch entschlossen, unsere eigenen handwerklichen Fähigkeiten wirken zu lassen. Insbesondere das Angebot unseres versierten Mitglieds Peter Hartwig, die Arbeiten zu koordinieren, ließen das Projekt realisieren.

Nachdem Peter und ich im Februar dieses Jahres zahlreiche Spenden zum Tierheim Koborka gebracht hatten (wir hatten berichtet), wurde die damalige Anwesenheit für die notwendigen Aufnahmen der Maße genutzt.

Peter ist es dann gelungen, einen Baumarkt zu finden, der die Schweißbahnen sponserte und unserem Verein gespendet hat. Das erforderliche Holz mit Zuschnitt wurde gekauft. Wegen Corona wurden die vorgefertigten Teile und Materialien eingelagert.

Jetzt mit Öffnung der Grenzen war die Reise möglich.

Am 21./22. August wurden die Teile in den Anhänger von Peter gepackt (zusätzlich noch mit diversen Spenden: Decken, Futter, Kleidung und Möbelstücken) und los ging die 17stündige Reise, die allerdings von einem willkommenen Frühstück bei unserer Freundin Juli in Kecsemet unterbrochen wurde. Hier durften wir die zahlreichen Viszla-Welpen bewundern, die uns temperamentvoll umlagerten und Streicheleinheiten einforderten. Die Welpen sind alle über unseren Verein vermittelt und werden Anfang Oktober reisen. Einige Spenden haben wir dort gelassen und auch Spenden für Koborka, die von ungarischen Unterstützern kamen, eingepackt.

Nach Ankunft wurde ausgepackt und daraufhin am späten Nachmittag endlich mal geruht. Am nächsten Morgen ging die Arbeit los

Den dann vorgenommenen Aufbau des Dachs könnt ihr aus den beigefügten Bildern nachvollziehen. Bei Temperaturen über 30 Grad draußen und wohl noch mehr im Container haben wir ordentlich geschwitzt. Besonderes die Schweißarbeiten der Bitumenbahnen fanden – natürlich – am heißesten Tag im August statt.

Über das Ergebnis sind wir sehr froh und konnten bereits am nächsten Tag nach Fertigstellung eine deutliche Temperaturreduzierung im Container feststellen. Hierzu beigetragen hat auch der Anstrich der Südseite des Containers mit weißer Containerfarbe, der von den unterstützenden Damen Iza, Kati und in kleinem Umfang von mir vorgenommen wurde. Erkennbar ist, dass mit dem weiteren Anstrich noch Arbeit auf uns wartet.

Kati hat natürlich die Chance ergriffen, noch ein paar kleinere handwerkliche Arbeiten durch uns erledigen zu lassen.

Unsere Anwesenheit haben wir natürlich auch genutzt, uns die aktuellen Hunde von Koborka genauer auf Vermittlungschancen anzuschauen. Viele haben wir fotografiert. Die Fotos findet ihr auf bei den neu eingestellten Hunden.

Wie so oft konnten wir die aufopferungsvolle Arbeit der Mitarbeiter des Tierheims bewundern. Hier möchte ich Ildi, Kati, Iza, auch Nora und zwei weitere Frauen und ein Mann benennen. Sie tragen neben der Versorgung dazu bei, dass die Hunde gefüttert und sozialisiert werden. Die Reinigung der Zwinger ist, wie man sich vorstellen kann, eine besondere Aufgabe. Auch die medizinische Versorgung ist wichtig.

Eure zahlreichen kleinen und großen Spenden haben dieses umfangreiche Projekt ermöglicht. Ganz herzlichen Dank.

Bitte denkt auch weiter an uns. Denn der Futterbedarf wird nicht aufhören und muss finanziert werden. Aktuell reicht das Futter noch für zwei Monate.

Fazit: Nach der Reise ist vor der Reise. Wir haben uns vorgenommen, auch in 2021 wieder zweimal nach Mezötür zu reisen und weitere notwendige Arbeiten und ggfs. Ausbauten vor Ort vorzunehmen.

Wir sind froh, dass wir mit Eurer Hilfe über unseren Verein helfen können. Ganz herzlichen Dank.

Übrigens: wer Interesse hat, mitzuhelfen und auch zu reisen, darf sich gerne melden. Unsere Telefonnummer darf mit Freuden genutzt werden.

Euer Ralf Horstmann